Igelhausen

 

Igelhausen erscheint bei seinem ersten Auftreten bereits als Dorf. 1278 kam es durch Kauf aus dem Besitz der Grafen von Ziegenhain an die Johanniter, die aus ihm und anderen umliegenden Dörfern das Gericht Fauerbach bildeten. Für die Igelhäuser war aber anscheinend unter der Herrschaft des Krummstabes nicht gut wohnen. Sie verließen ihre Heimat, und das Dörfchen wurde zur Wüstung.

Später, als 1572 das Kloster Hirzenhain aufgeteilt wurde, kam Igelhausen an Hessen und wurde mit den Fluren Streithains vereinigt. Die neue Gemarkung erhielt den Namen Glashütten.

Bei Ausschachtungsarbeiten stieß man immer wieder auf Mauerreste und verkohltes Balkenwerk. Wahrscheinlich Spuren der Zerstörung aus dem 30-jährigen Krieg. Anscheinend hat auf dem Anwesen von Willy Dinges ehemals eine kleine Kapelle gestanden. Man fand alte Fundamente, deren Bruchsteine zum Bau von Grundmauern verwendet wurden.

Igelhausen muss in früherer Zeit ein größerer Ort gewesen sein, denn Mauerreste finden sich auch im Scheidwald oberhalb der nach Hirzenhain führenden Straße. Im nahen Wald waren nach dem 30-jährigen Krieg Köhler tätig, die für das Eisenwerk Buderus Holzkohle herstellten.